Album

Ennio Morricone

Die ikonischen Melodien eines der größten Filmkomponisten des 20. Jahrhunderts – Cello gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie unter Simon Edelmann
album cover kleinhapl ennio morricone

Über das Album

Morricones Musik begleitet Generationen – im Kino, im Konzertsaal und tief im kollektiven Gedächtnis. Dieses Album nähert sich seinem Werk aus einer neuen Perspektive: reduziert auf das Wesentliche und zugleich klanglich erweitert durch die expressive Verbindung von Solocello und großem Orchester.

Gemeinsam mit Arrangeur Alexander Wagendristel entstand ein Programm, das bekannte Themen nicht bloß reproduziert, sondern neu erfahrbar macht. Zwischen melancholischer Intimität, orchestraler Wucht und überraschender klanglicher Offenheit entfalten sich Morricones Kompositionen in ihrer ganzen Vielschichtigkeit.

Von Gabriel’s Oboe bis L’Estasi dell’Oro spannt das Album einen dramaturgischen Bogen durch unterschiedliche Schaffensphasen Morricones – zwischen Filmmusik, Avantgarde und Konzertwerk.

Eingespielt wurde das Album gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie unter der Leitung von Simon Edelmann im Januar 2026 im Neuberinhaus Reichenbach

Drei Tage zwischen Präzision, Emotion und Gänsehautmomenten.

Die Aufnahmen zu Ennio Morricone for Cello and Orchestra entstanden im Januar 2026 gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie im Neuberinhaus Reichenbach.

Zwischen konzentrierter Studioarbeit, spontanen musikalischen Entscheidungen und intensiven Orchesterproben entwickelte sich während der Produktion ein ganz eigener Zugang zu Morricones Musik. Viele der Stücke wirken auf den ersten Blick vertraut – erst im Aufnahmeprozess zeigt sich jedoch, wie detailreich, fragil und gleichzeitig kompromisslos diese Kompositionen gebaut sind.

Besonders spannend war dabei das Zusammenspiel zwischen Solocello, Orchester und den neu entstandenen Arrangements von Alexander Wagendristel. Immer wieder ging es nicht darum, bekannte Melodien einfach „schön“ zu spielen, sondern ihre innere Spannung freizulegen: feine Dynamikwechsel, ungewöhnliche Harmonien und jene emotionalen Brüche, die Morricones Musik bis heute so einzigartig machen.

Der kurze Clip gibt Einblicke hinter die Kulissen der Produktion – mit Statements von Friedrich Kleinhapl, Dirigent Simon Edelmann sowie dem Team von ARS Produktion. Zwischen Mikrofonen, Partituren und konzentrierter Studioatmosphäre wird sichtbar, wie viel Präzision, Geduld und Leidenschaft hinter einer solchen Aufnahme stehen.

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Besprechungen und Kritik

Pizzicato
Der Cellist Friedrich Kleinhapl widmet sein neues Album mit Themen von Ennio Morricone allen Menschen, « die in diesen aufwühlenden Zeiten einen Moment der inneren Ruhe und der Berührung suchen. »

Bei Ennio Morricone ist Kleinhapl an der richtigen Adresse. Ennio Morricone ist berühmt für seine tiefgründigen, oft melancholischen und besinnlichen Kompositionen. Dem entspricht auch die Auswahl der Themen, die meisten sind ruhig, nur hin und wieder geht es – wie in Sostiene Pereira Nostromo oder Chi mai l’estasi dell’oro – etwas lebhafter zu.

Kleinhapl singt die meist sanften Melodien beseelt auf seinem Cello und lässt sich von der Vogtland Philharmonie stimmungsvoll begleiten.
OPUS Frankreich, Jean-Jacques Millo
Dieses Album, das Ennio Morricone (1928–2020) gewidmet ist, bietet dem Cellisten Friedrich Kleinhapl (Jahrgang 1965) ein ideales Ausdrucksfeld. Begleitet von der Vogtland Philharmonie unter der Leitung von Simon Edelmann präsentiert der österreichische Musiker siebzehn Arrangements für Violoncello und Orchester von Alexander Wagendristel. Diese verwandeln die berühmtesten Themen des italienischen Komponisten in wahre sinfonische Gedichte, in denen das Violoncello zu einer menschlichen Stimme voller Emotion und Erinnerung wird.

Das Programm verbindet unter anderem die Melancholie von „Deborah’s Theme“, die Spiritualität von „Gabriel’s Oboe“, die Zärtlichkeit von „La Califfa“, die Nostalgie von „Malèna“, die Ernsthaftigkeit von „Casualties of War“ sowie die Energie von „L’Estasi dell’Oro“. Jedes Stück ist dabei als eine kleine konzertante Miniatur konzipiert.

Die Phrasierung bleibt stets elegant, die dynamischen Abstufungen werden mit großer Feinfühligkeit gestaltet, und der warme Klang des Violoncellos verleiht den berühmten Melodien eine neue Tiefe, ohne jemals ihre ursprüngliche Einfachheit zu verfälschen.
Simon Edelmann begleitet diese Interpretation mit einer flexiblen und aufmerksamen musikalischen Leitung, die sich sensibel an den Atemzügen des Solisten orientiert. Die Vogtland Philharmonie entfaltet dabei raffinierte orchestrale Klangfarben, ohne den Anspruch zu erheben, die ursprünglichen Filmmusiken nachzuahmen.

Über die reine Hommage hinaus zeigt dieses Album, welch eigene Kraft die Melodien des italienischen Meisters besitzen – eine Kraft, die weit über ihre ursprüngliche Funktion als Filmmusik hinausgeht. Im Violoncello finden diese Melodien eine natürliche, beinahe vokale Erweiterung.

Friedrich Kleinhapl legt damit eine zutiefst aufrichtige und von Poesie erfüllte Interpretation vor, die zu den originellsten und gelungensten Einspielungen zählt, die dem musikalischen Vermächtnis Ennio Morricones gewidmet sind.
Klangwelten

Soundbeispiele

album cover kleinhapl ennio morricone
Speranze di libertá
Casualties Of War
Chi Mai

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